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„Gustavo“ bringt Salza-Flair und Latin-Pop in den Jazzpoint Wangen

Wenn Lebensfreude auf Tanzlust trifft

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Foto: Fred Nemitz
Die Band „Gustavo“ am 23. Januar im Jazzpoint in Beutelsau. Links (mit weißem Hut) Alfonso Napoles, der Kopf der Band.
veröffentlicht am: 24.01.2026
Autor: Fred Nemitz
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Wangen-Beutelsau – Es gibt Freitagabende, da ist man froh, dass das Sofa so bequem, das Bier so kalt und das Fernsehprogramm so ergiebig ist und man dadurch genügend Gründe hat, daheim zu bleiben. Und es gibt Freitagabende, da will man bewusst rausgehen und eintauchen in eine Welt aus Rhythmus, Leidenschaft, Cocktails, Sonne, Meer, Strand und einfach guter Laune. Heute ist so ein Abend. Im Jazzpoint im „Schwarzen Hasen“ in Beutelsau bei Wangen.

„Pate“ an diesem Abend im Jazzpoint ist Peter „Pit“ Niermann. Er sorgt dafür, dass die Band, die auftritt, eine gastfreundliche Atmosphäre vorfindet, Getränke und Snack bekommt und sich einfach wohlfühlt. „Letztes Jahr im Herbst hatte der Jazzpoint sein 50-jähriges Bestehen. 40 Konzerte, immer Freitagabend, finden pro Jahr statt. Unser Musikbeirat hat viele Verbindungen in die Szene rein und so kommen sowohl lokale Bands als auch international bekannte Acts.“ Für Pit ist der Jazzpoint „der schönste Club im Süden“ – und Jazz ist auch im Jahr 2026 en vogue. 850 zahlende Mitglieder können nicht irren.

„Musik ist für mich Leben“

Auch an diesem Abend erfreut sich das ehemalige Tanzlokal reger Beliebtheit. Die Fangemeinde ist gekommen, um zu bleiben – und vor allem, um zu tanzen. Das weiß auch Alfonso Napoles, Kopf der Band „Gustavo“ und zuständig für Vocals, Maracas und Guiro. „Musik ist für mich Leben.“ Im Alter von acht Jahren begann der aus Guantanamo (Kuba) stammende Alfonso auf der Kaffeeplantage seines Opas zu singen und improvisierend mit selbstgebauten Maracas, auch Rumba-Rasseln genannt, zu spielen. Heute ist er in vielen musikalischen Projekten zu Hause und empfiehlt jungen Menschen, lieber zur Gitarre zu greifen und diese harmonisch zu spielen („wie eine beste Freundin“) und nicht den Computer zum Musizieren zu nutzen.

Die Band „Gustavo“ im „Schwarzen Hasen“ in Beutelsau.

Nachdem Pit kurz anmoderiert hat, betreten Alfonso und seine siebenköpfige Band die Bühne. Sie spielen Merengue, Salsa-Hip-Hop, Cumbia, Reggae, Latin-Pop, Bachata und Ska. Schlagzeug, Congas und Bassgitarre geben den Takt vor. Trompete und Posaune schaffen den Raum, das Piano die Tiefe. Alfonso streift auf der Guiro (spanisch für „Flaschenkürbis“) und greift nach dem Mikro. Gesanglich begleitet wird er von Oli, der zusätzlich mit der Gitarre unterstützt. Alle Musiker bringen sich ein mit voller Hingabe.

Der Funke springt über

Es dauert keine fünf Minuten und schon kommen die ersten auf die Tanzfläche. Kubanische Musik, dann Cheb Khaleds Welthit „Aicha“ neu interpretiert, im Anschluss jamaikanische Klänge. Rhythmus, der in Fleisch und Blut übergeht, sich auf den ganzen Körper verteilt. Balsam für die Seele. Leidenschaft. Ekstase. Alfonso klatscht, jubelt, läuft auf die Tanzfläche und motiviert das Publikum. „So schöne Leute. Ein großer Applaus für euch selbst.“

Blick von der Balustrade

Die Resonanz ist ihm gewiss. Alle, die heute da sind, sind im Hier und Jetzt und genießen die Atmosphäre. Auch Wolfgang Mock und seine Frau, die zwar nicht mittanzen, aber von der oberen Balustrade aus das Geschehen beobachten. Ein bisschen auch aus Nostalgiegründen. „Wir waren bei der Gründungsversammlung des Jazzpoints vor 50 Jahren dabei, in der Blockhütte neben der Isnyer Brücke.“ Auch das „Warum“ kennt Wolfgang noch heute. „Wir waren damals in der Sturm-und-Drang-Zeit und hatten eine Clique, in der wir immer ausgemacht haben, was wir alles unternehmen wollen – mit einer hohen Affinität zu Jazz.“

Der Jazzpoint: ein Kulturgut – auch dank vieler Unterstützer

Dass Jazz „lebt!“, nicht eingestaubt ist und sich auch wunderbar mit anderen musikalischen Stilrichtungen kombinieren lässt, zeigt der Abend mit „Gustavo“ (23. Januar). Dank des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, des Regierungspräsidiums, des Landes-Jazzverbands und Landkreises Ravensburg sowie der Stadt Wangen im Allgäu und der vielen privaten Unterstützer, Helfer und zahlenden Mitglieder wird der Jazzpoint auch in Zukunft ein beliebter Treffpunkt sein für Lebensfreude und Tanzlust.

Videos

Unser Reporter Fred Nemitz hat zwei Video-Clips mitgebracht, die einen Eindruck vom Konzert mit „Gustavo“ geben:

Kostproben vom Gastspiel von „Gustavo“ im Jazzpoint in Wangen-Beutelsau am 23. Januar.

Webseiten

Mehr zur Lokation https://www.jazzpoint-wangen.de/ und zum Leadsänger und seinen Projekten https://sonpati.de/index.php/musiker.

Alfonso Napoles als Leadsänger von „Gustavo“ strahlt auch ohne Musik viel Lebensenergie aus … und seine gute Laune hat sich – wie man sieht – auch auf unseren Autor Fred Nemitz übertragen. Foto: Jazzpoint

Text, Video und Fotos: © Fred Nemitz, Januar 2026

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Fred Nemitz
veröffentlicht am
24.01.2026
Lesedauer: ca. 4 Minuten
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