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Bad Waldsee – Der Dienstagnachmittag (17.2.) stand ganz im Zeichen des Waldseer Narrensamens. Kinderumzug und Kinderball bildeten traditionell den fröhlichen Auftakt zum Fasnetsfinale.

Der Fasnetsdienstag ist der Tag der Kinder.
Wie bei den Großen stellten sich die jungen Narren am „Kreuz“ beim Gut-Betha-Platz auf. Vorneweg marschierten Kanoniere, Stadtkapelle und Zunftrat, dahinter eine bunte Schar von Kindern in fantasievollen Verkleidungen. Mit viel Musik und „Tschinderassabumm“ zog der Kinderumzug durch die Stadt bis zur Stadthalle.
Dort hatten die Sammler bereits am Vormittag alles vorbereitet, um den kleinen Narren einen tollen Ball zu bieten. Das Programm war abwechslungsreich und ließ keine Langeweile aufkommen. Narr Andy Hepp heizte den Kindern kräftig ein – der Lärmpegel brachte die ehrwürdige Stadthalle ordentlich zum Beben.
Natürlich durfte die Stadtkapelle mit dem Waldseer Schunkelevergreen nicht fehlen. Die Steinacher Gardemädchen begeisterten mit ihrem Ballett, gefolgt von einem Auftritt der Ballettschule Weidacher. Sammler und Zunftrat zogen ein, und auch der Sammler- und der Waldseer Narrenmarsch gehörten selbstverständlich zum Repertoire.

Der „verkehrte“ Narr.
Für großes Erstaunen sorgte ein kunterbuntes Mäschkerle, an dem alles „verkehrt“ war: Maske vom Schorrenweible, Umhang vom Federle, Korb vom Narro, Hosen vom Faselhannes und Rock vom Schrättele – von jeder Waldseer Figur ein bisschen. Gut, dass anschließend die echten Maskenträger zeigten, wie man sich richtig anzieht.
Das Kasperle-Theater

Höhepunkt des Kinderballs war einmal mehr das Kasperletheater. Stückeschreiber, Regisseur und Kasperledarsteller Roland Umbrecht hatte eine turbulente Großwildjagd auf ein entlaufenes Krokodil inszeniert. Das Krokodil (Martin Trautmann) stibitzte der Oma (Eva Heusohn-Linder) die Würstchen, ließ sie in Ohnmacht fallen und brachte den tollpatschigen Polizisten (Andy Hepp) sowie den Großwildjäger (Hans Ehinger) in der Falle selbst zu Fall. Am Ende fingen Kasper und Seppl (Bertram Hochdorfer) das Tier mit einem Netz – sehr zur Freude des jungen Publikums, das bis zum Schluss begeistert mitging.
Finale und Höhepunkt zugleich war die Luftballon-Lawine von der Hallendecke. Gegen Hunger und Durst gab es Saitenwürste, Schneckle, Apfelschorle und Mineralwasser – und wenn die Großen auch zugriffen, nahm es niemand übel. Ein rundum gelungener Nachmittag für den Waldseer Narrensamen.
Text und Fotos: Erwin Linder
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