Viele Menschen gedachten des Segenspfarrers




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Merazhofen – Wie jedes Jahr am 4. Januar fand in Merazhofen wiederum ein eindrucksvoller und weit über die Region hinausstrahlender Gedenktag zum Todestag von Pfarrer Augustinus Hieber statt, und das zum 58. Mal. Nach dem Gottesdienst lud der Pfarrer-Hieber-Verein zur Jahreshauptversammlung in den Pfarrstadel ein. Viele Gläubige und Vereinsmitglieder kamen dazu nach Merazhofen, dem Wirkungsort von Pfarrer Hieber, dessen Grab Hunderte von Dankestafeln umrahmen. Gekommen war auch Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker aus Rottenburg.

Die Pfarrkirche St. Gordian und Epimachus in Merazhofen platzte aus allen Nähten, es gab nur noch wenige Stehplätze. Dies wird als starkes Zeichen der lebendigen Verehrung und Verbundenheit mit dem Leben und Wirken des beliebten Segenspfarrers vom Allgäu Augustinus Hieber gewertet, der am 4. Januar 1968 in Merazhofen im Ruf der Heiligkeit verstarb.
Der feierliche Gottesdienst nach dem Rosenkranz wurde vom Kirchenchor Merazhofen und von Rita Buchner als Chorleiterin und Organistin musikalisch gestaltet. Mit Teilen aus der „Messe brève Nr. 7“ von Charles Gounod begeisterte der Chor die Gottesdienstbesucher und verlieh der Feier einen besonders festlichen Rahmen.
Beifall für Musik und Gesang und die Festpredigt

Mehrere Geistliche konzelebrierten die Festmesse, darunter der begnadete Festprediger Dekan Kurt Susak aus Davos, die Ortsgeistlichen Pfarrer Elmar Schneider und Pater Robert Guballa sowie Dekan i. R. Heinz Leuze aus Ravensburg und Domkapitular Dr. Scharfenecker. In seiner Predigt verstand es Dekan Susak (Bild oben) eindrucksvoll, Leben und Glaubenszeugnis von Pfarrer Hieber mit den Herausforderungen der heutigen Zeit zu verbinden. Pfarrer Hieber war schon zu Lebzeiten ein besonderer Geistlicher mit Fähigkeiten der Seelenschau. Viele suchten Hilfe und Rat bei ihm in Merazhofen, wo er viele Jahre lebte und wirkte. Die Gläubigen dankten am Ende mit herzlichem Beifall für Musik, Gesang und Festpredigt.

Ein besonderer Ehrengast war Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker (Bild) von der Diözesanleitung in Rottenburg, der im Auftrag des neuen Bischofs Klaus ins Allgäu kam. Er verschaffte sich im Laufe des Tages einen umfassenden Eindruck von der Verehrung Pfarrer Hiebers und vom engagierten Wirken des Pfarrer-Augustinus-Hieber-Gedächtnis-Vereins. Begeistert über das große Engagement überbrachte er die Grüße von Bischof Dr. Klaus Krämer aus Rottenburg und dankte allen Beteiligten für ihren unermüdlichen, jahrelangen Einsatz.
Axel Müller und Josef Rief unter den Gästen

Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Generalversammlung des Vereins im Pfarrstadel statt, der rappelvoll wurde. Nach dem gemeinsamen Mittagessen eröffnete der Vorsitzende Dekan Kurt Susak die Versammlung (Bild). Der Pfarrer-Augustinus-Hieber-Gedächtnis-Verein e. V. zählt aktuell 1150 Mitglieder, darunter zahlreiche Geistliche sowie Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Besonders begrüßt werden konnten die Bundestagsabgeordneten Axel Müller und Josef Rief sowie zahlreiche Vertreter aus Politik und Kirche. Lothar Keck stellte den Kassenbericht vor, dem der Kassenprüfungsbericht durch Franz Anton Blank und Wolfgang Huchler folgte.

Armin Fehr, der zweite Vorsitzende des Vereins, informierte über aktuelle Themen und laufende Projekte des Vereins.
Neues Pfarrer-Hieber-Buch von Thomas Alber auf dem Markt
Unter dem Punkt „Verschiedenes“ stellte sich der Buchautor Thomas Alber vor und berichtete über die Entstehung seines neuen Buches über Pfarrer Hieber, das im Fe-Medienverlag Immenried vor einigen Monaten erschienen ist. Das Buch kann man im Buchhandel, beim Fe-Verlag oder bei Thomas Alber bekommen.

Die Atmosphäre der Versammlung war von großer Wertschätzung und bester Stimmung geprägt. Den Abschluss der Versammlung bildeten wie immer ein gemeinsames Gebet und der Segen der anwesenden Geistlichen.
Anschließend traf sich Domkapitular Dr. Uwe Scharfenecker mit Vertretern der Vorstandschaft, der Geistlichen und der Politik zu einem vertiefenden Austausch über mögliche weitere gemeinsame Schritte auf dem Weg zu einer Seligsprechung von Pfarrer Augustinus Hieber. Domkapitular Scharfenecker erklärte sich bereit, auch im nächsten Jahr am 4. Januar wieder dabei zu sein.
„Ein schönes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung der Diözese mit dem Pfarrer-Hieber-Verein und der Seelsorgeeinheit St. Gallus Allgäu. Der Gedenktag am 4. Januar 2026 war erneut ein voller Erfolg und ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass die katholische Kirche in der Region fest verankert ist und hoffnungsvolle Zeichen für die Zukunft setzt“, resümierte Dekan Susak.
Die Webseite
Infos über den Verein gibt es unter www.augustinushieber.de
Videos von Erich Neumann
Der Journalist Erich Neumann hat uns Links zu Videos zukommen lassen, auf die wir gerne hinweisen. So hat er die Predigt von Dekan Susak zu Gänze aufgenommen. Ein kurzes Interview mit Domkapitular Dr, Scharfenecker sowie ein akustischer Eindruck vom orgelbegleiteten Chorgesang runden seine Zulieferungen zum Hieber-Gedenken ab. Das Copyright bei den genannten Videos liegt bei www.cmp-Medien.de CC.
Die Predigt von Dekan Kurt Benedikt Susak ist unter diesem Link abrufbar:
https://www.youtube.com/watch?v=6Do_vGtDNJA
Hier ein kurzer akustischer und optischer Eindruck von Chor und Organistin:
https://www.youtube.com/shorts/ST_esibxXyM
Erich Neumann konnte kurz mit Domkapitular Msgr. Dr. Uwe Scharfenecker sprechen. Es versteht sich, dass sich der Mann aus Rottenburg in Sachen Seligsprechung diplomatisch gab:
https://www.youtube.com/watch?v=beVphNBk7Xs
Text und Fotos: Hieber-Verein
Videos: © Videos www.cmp-Medien.de CC





























