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Veranstaltet von TSG Turnen, Freunde des Ungeziefers, DLRG und Tennisclub

Der Sportlerball beweist auch in diesem Jahr seine Klasse

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Foto: Ulrich Gresser
König Hardy Vincon, Hubert Schwarz, Hubert Forderer, Florian Tobisch und Alexander Strobel (von links) rollen über die Bühne.
veröffentlicht am: 16.02.2026
Autor: Ulrich Gresser
Lesedauer: ca. 6 Minuten

Bad Wurzach – Der 29. traditionelle Sportlerball unter dem Motto „KÖNIGREICH WURZACH – Tyrannei der Narren“ fand auch in diesem Jahr wieder im Doppelpack im Bad Wurzacher Kurhaus statt. Zu Ball Nummer eins am Freitag, den 13. Februar, steuerte die Partyband Celebrate die Tanzmusik bei. Am Sonntag darauf garantierten die „Wild Chucks“ superbe Unterhaltung.

Die Veranstalter – TSG Turnen, Freunde des Ungeziefers, DLRG und Tennisclub – präsentierten im närrisch dekorierten Kursaal wieder gemeinsam ihr Programm mit viel Lokalkolorit.

Intro-Show mit Herold Walter

Allein die Intro-Show mit Herold Walter von der Strobelweide (Walter Strobel) war das Eintrittsgeld wert: Angekündigt von vier in Stadtfarben gewandeten Fanfarenbläsern verkündete er die Einladung seiner hochwohlgeborenen königlichen Hoheit Renier von Vincon zu Wurzach (Reinhard Vincon) an die „Mägde und Bauern, Handwerker und Kaufleute, Bader, Kräuterfrauen und Kurpfuscher“ zum Ball der Narren in den Kur-Prunk-Saal. Er kam auch gleich in medias res: Großzügig nehme man die Rathausbediensteten für die Zeit der Renovierung auf: „Für sie ist dann der Hintereingang vorgesehen.“

Der König auf dem Hooverboard

Dann folgte der Auftritt des Königs auf dem Hooverboard, umschwänzelt vom Hofnarren und Hoppeditz in den Stadtfarben (Florian Tobisch) und dem Hofberichterstatter „Durchblick“ (Felicitas Vincon). Auf die Melodie von „König von Deutschland“ sang der König „König von Wurzach“ und nahm bereits dabei die Geschehnisse des abgelaufenen Jahres (Turm im Ried, Biosphärengebiet und Brücken im Kurpark und Ried) aufs Korn. Der Hofnarr Zukunft, der nach eigenen Angaben den Laden schmeisst, blickte im Gegensatz zum König in die Zukunft: In den Torfstecher käme eine McDonalds-Filiale, in der Stadt gelte dann Tempo 100, das nutzlose Ried würde mit Solar zugestellt. Und Durchblick ließ in seinem Gesangsbeitrag durchblicken, dass die Frauen es doch besser machen würden: Das Miraval würde zur Prosecco-Bar, der Barbershop zu einem Wellness-Spa.

Ein buntes Programm

Danach ging es Schlag auf Schlag: „Die königliche Garde aus dem Fürstentum Schwarzach“, (die Garde der Landjugend Unterschwarzach) sorgte für einen ersten Augenschmaus und ließ bereits die ersten Zugaberufe erschallen.

Dann bekam der Chef (Markus Vincon) der (fiktiven) Online-Zeitung Blix-it mehrere Anrufe wegen zu spät erschienener Artikel und Anzeigen und auch „Durchblick“ kommentierte das Stadtgeschehen. So wie etwa bei der „Audienz“ von Bürgermeisterin Alexandra Scherer (alias Barbara Schwarz) und ihrem Sekretär von Tapperich, zu der sie sich auf dem Thron des Königs niederließ – mit einem Hofnarren zu ihren Füßen. Dies tat sie sehr zum Missfallen des Herolds, der diese Anmaßung schnell wieder beendete. Scherer äußerte ganz geknickt: „Etzt wär’s grad nett worra. Wenn i so an Thron hett, kennt i mir dia ganze Arbet mit dem Wahlkampf spara.“

Weiter traten nacheinander die Märchenfiguren Schneewittchen und Rapunzel, aber auch reale Personen wie die Ortsvorsteherin von Unterschwarzach auf.

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Das Ungeziefer tanzt

Nach der Ungeziefer-Jungs-Garde, die alljährlich mit ihren flotten Tanzmoves und ihrer Kondition das Sportlerball-Publikum fasziniert, trat wieder die Blix-it Online-Redaktion auf den Plan bzw. ans Telefon. Da wollte der ehemalige Kurgeschäftsführer Markus Beck eine Prognose zur Bürgermeisterwahl abgeben: „Jo, wia i des moin? Wenn i an dr Kurbetrieb denk, do sind sie mit ihrer Prognosa a klei´s bitzele drnebaglega. Oder anderst gsagt, wenn sie für oin Kandidat 50% prognostizierat, dann lauft der zum Schluss mit minus 100 % raus.“

Dann rief das BBGBG, das Birk-Bader-Gschwind-Bürgerbegehren an, um seinen Widerstand anzukündigen, nur um dann – als bestätigt wurde, dass die Stadt dieses Mal auch dagegen ist – plötzlich dafür zu sein. Der Blix-it-Chef brachte es auf den Punkt: „Ihr send oifach drgega“.

Wie könnte man Touristen nach Wurzach locken?

In der Folge wurde es sportlich, wintersportlich im Sommer: Das bewährte Komiker-Quintett AlHuFloHuHaLu legte mit Hooverboards einen eleganten Sommerschlittschuh-Sketch auf die Kurhausbühne, um zu demonstrieren, wie in Bad Wurzach der Tourismus angekurbelt werden könnte. Und für die Kids wäre eine Schlittenschussfahrt auf dem abschüssigen Klosterplatz ja das richtige, kam beim Brainstorming von König mit Hofnarr zu Tage. Fehlte also noch eine Sommerattraktion: Bungeejumping vom Aussichtsturm falle ja ebenso weg wie – wegen der geringen Strömung – Rafting auf der Ach. Weil es aber in der Stadt ja viel Wasser gibt, gäbe es die Möglichkeit des Indoor-Surfings (für den Schlechtwetterfall), was das Komiker-Quintett gleich in die Tat umsetzte. Das Publikum war so begeistert, dass die Gruppe gleich noch eine Zugabe-Runde drehen durfte.

Spitzzüngiges – auch gegen den König

Die beiden „alten Weiber“ Claudia Forderer und Anja Vincon, die alljährlich das Sportlerballprogramm mit ihren spitzzüngigen Kommentaren bereichern, zeigten sich auch in diesem Jahr in Hochform. Anja beklagte sich, dass ihr E-Auto sie immer bevormunde, dabei sei sie sehr wohl multitasking-fähig: „I ka gleichzeitig bügla, telefoniera und Broatkartoffla umdreha.“ Und Putzfrau Claudia hatte sich eine neue App auf ihr Handy geladen, mit der sie ihren gesamten Zuständigkeitsbereich bei der Arbeit ebenso wie ihr Smart-Home steuern konnte.

Beim letzten Zwischenspiel von König und Hoffnarr zeigte sich seine Hochwohlgeborenheit „very bored“. Den Vorschlag des Hoffnarren, ins Café Hager zum Stadtseniorenrat zu gehen, lehnte er ebenso ab („Des isch mir viel zu demokratisch!“) wie einen Besuch im Seniorentreff im Wachhäusle („Do hocked doch dia gleiche Leit, bloß 10 Johr älter.“). Er fühle sich noch jung, deswegen wolle er lieber in den neuen Jugendtreff zum „Abzappla“. Dank des Einschreitens seines Hofnarren konnte Schlimmeres verhindert werden: „Hock de na, du griagsch suschd Orangenhaut.“

Nach dem Programm beginnt die Party

„Da sollte man lieber die Profis ranlassen“ – mit diesen Worten leitete er zum letzten Programmpunkt über: dem rasanten Turnertanz, der natürlich ebenfalls eine Zugabe benötigte. Zum Schluss verkündete der Herold beim Finale, für das sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne versammelten, wem das Publikum wofür zu danken hatte.

Danach sorgten die Bands an beiden Abenden für die nötige Stimmung, um die richtige Bettschwere zu bekommen. Oder war es das reichhaltige Angebot an der Bar? Auf jeden Fall nahm sich so mancher Ballbesucher das vom Zunftmeister bei der Schlüsselübergabe tags zuvor ausgegebene Motto – bis in die Puppen zu feiern – sehr zu Herzen.

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Ulrich Gresser
veröffentlicht am
16.02.2026
Lesedauer: ca. 6 Minuten
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