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Ravensburg – Lea Gocht ist eine junge Künstlerin, die in Weingarten geboren ist, und nun ihre erste Einzelausstellung in ihrer Heimat zeigt. Die Vernissage findet am Montag, 23. Februar 2026 um 19.00 Uhr statt. Die Künstlerin Lizzy Ellbrück spricht an der Eröffnung und es ist ein Songrelease über die Ausstellung von Poline Gosselin zu hören.
Unter dem gläsernen Dach des Lichthofs der Kreissparkasse Ravensburg scheint während der Ausstellung von Lea Gocht alles anders zu sein. Weiblich gelesene Zwitterwesen aus Katze und Menschen fahren in elektrischen Kinderautos umher, ferngesteuert von den Gästen selbst. Die Figuren sind aus bedruckten Stoffen genäht, welche Fragmente eines weiblich gelesenen Körpers zeigen. Gefüllt mit Watte, tragen die Katzenwesen ein breites, fast übertriebenes Grinsen, während ihre Augen einen trostlosen Ausdruck bewahren.
In der Architektur des Lichthofs verschmelzen Elemente des Innen- und Außenbereiches – Tageslicht kommt durch das gläserne Dach in die Halle, eine Pflanzeninsel ist mit großen Bäumen bepflanzt, der polierte Granitboden ist zur Hälfte mit Teppich ausgelegt, auf dem sich die wiederholenden Laufwege abzeichnen. Die Hauskatze ist ein Tier, deren Existenz an zwei Orten festgemacht wird – im Wohnhaus wie auch in der Natur. Die menschenähnlichen Katzen in den Autos sowie die genannten architektonischen Elemente betonen, die Installation als einen Zwischenort wahrzunehmen.
Der Lichthof der Kreissparkasse ist ein klassischer „Zwischenort“, der zwei klar definierte Bereiche verbindet: er ist weder innen oder außen, noch ist er privat oder öffentlich. Ein „Zwischenort“ kann auch psychologisch, kulturell oder gesellschaftlich verstanden werden: ein Ort des Übergangs, der Unsicherheit, des Austauschs oder der Transformation. Die Katzen befinden sich physisch, sowie metaphorisch in einem Zwischenraum. Wie die Bäume der begrünten Insel sind auch die fahrenden Katzen ein ungewohnter Anblick in einem Bankgebäude.
Die Künstlerin
Lea Gocht ist Installationskünstlerin und beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Themen aus Soziologie, Psychologie und Klimaforschung. Seit 2024 arbeitet die Künstlerin an einer fortlaufenden Installationsreihe mit dem Titel „anhedonia“. Dieser Begriff bezeichnet den Verlust der Fähigkeit, Freude zu empfinden – Lea Gocht weitet den Begriff aus auf kollektive Erfahrungen wie Ohnmacht, Kontrollverlust und das Streben nach Handlungsfähigkeit, die als Reaktion auf gesellschaftliche Krisen entstehen. Die in der Sparkassengalerie gezeigten Katzenwesen sind eine Fortsetzung der Installation „anhedonia II“, die 2025 im Kunstmuseum Karlsruhe gezeigt wurde.
Vita
Vita Lea Gocht: 1995 geboren in Weingarten 2017 Studium der Szenografie, Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Wien 2013-2019 Studium der freien Kunst, Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe 2020 Meisterschülerin bei Corinne Wasmuht.
Auszeichnungen und Stipendien: 2026 Stipendium der Berliner Leben Stiftung – Fresh A.I.R. Residency 2025 Auszeichnung der Werner Stober-Stiftung 2024/25 Artist in Residence an der Cité Internationale des Arts, Paris 2024 Artist in Residence, Galerie Brutal, Hannover 2023 Artist in Residence im Künstlerdorf Schöppingen 2022 Auszeichnung der Kunstmesse Karlsruhe, Städtische Galerie Karlsruhe 2022 Stiftung Kunstfonds, Neustart Kultur 2021 Neustart Kultur Kickstarter 2019 Graduiertenstipendium des Landes Baden-Württemberg 2018 Auszeichnung der Jahresausstellung der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe Auswahl Einzelausstellungen 2025 “anhedonia II”, Kunstmuseum Karlsruhe
2025 “anhedonia”, Galerie Brutal, Hannover
2023 Künstlerdorf, Schöppingen
2019 “pur ist saft fast sirup”, Rochade, Karlsruhe
Kreissparkasse Ravensburg
Meersburger Str. 1 88213 Ravensburg
Ausstellungseröffnung am Montag, 23. Februar 2026 um 19 Uhr
Die Künstlerin Lizzy Ellbrück spricht an der Eröffnung und es ist ein Songrelease über die Ausstellung von Poline Gosselin zu hören.
Anmeldung zur Vernissage: www.ksk-rv.de/vernissage
Ausstellung vom 23. Februar bis 10. April 2026
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.15 Uhr
Montag, Dienstag und Freitag von 14.00 bis 16.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
www.ksk-rv.de/ausstellung
www.ksk-rv.art
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